Die 10 besten Campingplätze in Argentinien
Argentinien ist das achtgrößte Land der Erde und ein Camping-Universum für sich. Vom subtropischen Regenwald der Iguazú-Fälle über die endlosen Pampa-Grasländer bis zu den patagonischen Steppen und den eisbedeckten Gipfeln der Anden bietet das Land Camping-Möglichkeiten, die ein ganzes Leben füllen können. Die APN (Administración de Parques Nacionales) betreibt das Nationalpark-Campingsystem; viele kommunale und private Campings ergänzen das Angebot. Preise sind für europäische Besucher nach Jahren wirtschaftlicher Instabilität günstig.
1. Poincenot, Parque Nacional Los Glaciares, Santa Cruz
Am Fuß des Fitz Roy — des ikonischsten Bergmassivs Patagoniens — liegt der Poincenot-Campground. Wildcamp-Zone für Rucksacktouristen; kein Strom, primitive Sanitäranlagen, aber einer der spektakulärsten Bergblicke der Welt. Laguna de los Tres und Laguna Capri in Tageswanderdistanz; Fitz Roy und Cerro Torre gleichzeitig sichtbar. Permit-System über APN; täglich begrenzte Zahl an Besuchern.
2. Camping Municipal Piramides, Puerto Pirámides, Chubut
Puerto Pirámides auf der Halbinsel Valdés — UNESCO-Weltnaturerbe — ist der einzige legale Ausgangspunkt für Walbeobachtungen in der Peninsula. Südliche Glattwale (Ballenas Francas Australes) kommen von Juli bis Dezember zur Paarung in die geschützte Bucht. Camping Municipal mit einfacher Infrastruktur direkt am Dorfende.
3. Piedra del Fraile, Los Glaciares, Santa Cruz
Weiter im Nationalpark Los Glaciares, näher am Fitz Roy, liegt Piedra del Fraile als primitiver Campground für Hochtouren-Kletterer. Zugang zum Río Blanco-Gletscher, Basislagertradition für Kletterer seit den 1950ern. Starke Winde, niedrige Temperaturen, grandiose Kulisse.
4. La Horqueta, Santa Cruz, Pampa patagonien
In der patagonischen Steppe — dem Nirgendwo zwischen Buenos Aires und Feuerland — liegt La Horqueta als einsamer Campingplatz. Güanacos grasen ums Zelt, Nandus streifen durch die Steppe, Patagonien-Winde peitschen. Für Motorradtouristen auf der Ruta 40 unverzichtbar.
5. Camping Charbonier, San Carlos de Bariloche, Río Negro
Bariloche ist Argentiniens Schweiz: Schokoladengeschäfte, Schweizer- alpine Architektur und der Nahuel Huapi-See vor einer Kulisse aus schneebedeckten Vulkanen. Camping Charbonier liegt am See 8 km vom Zentrum; Kajak ab Platz, Trekking im Nahuel Huapi-Nationalpark.
6. Toro, Parque Nacional Nahuel Huapi, Río Negro
Im Nationalpark selbst, am Flussufer des Río Manso, liegt Toro als Wildcamp-Ausgangspunkt für mehrtägige Touren in die Andenhochlagen. Ein klassischer Backcountry-Campground mit Lagerfeuerkultur; Angelerlaubnis für Forellen-Fliegenfischen erhältlich.
7. Campamento Río Frias Superior, Río Negro
In den Wäldern der Nordpatagonien-Anden, im Nationalpark Nahuel Huapi, liegt Río Frias Superior als hochgelegener Backcountry-Campground. Wanderung durch Lengas-Buchenwälder zu Gletscherrandseen; Kondore kreisen auf Aufwinden über dem Kamm. Eine der ruhigsten Camping-Destinationen der Nationalparks Patagoniens.
8. Campamento Río Alerce, Río Negro
Benachbart zu Río Frias, liegt Río Alerce in einem Urwald aus Alerces — den südamerikanischen Mammutbäumen, die bis zu 4.000 Jahre alt werden. Der Nationalpark Alerce Andino schützt eines der letzten alten Alerce- Bestände; Wanderwege führen durch Waldkammern, die keine Sonne sehen.
9. Camping Complejo Turístico La Toma, San Luis, San Luis
In der Provinz San Luis, einem der trockensten Teile Westargentiniens, liegt La Toma als Oasen-Camping am Stausee. Motorsport und 4WD-Fahrten in der San-Luis-Wüstenlandschaft; Weinberge der Cuyo-Region in Fahrdistanz.
10. Zona de Acampe, Mendoza-Umland, Mendoza
Im Piemont der Anden nahe Mendoza — Argentiniens Weinhauptstadt — gibt es wildcamp-ähnliche Möglichkeiten im Naturgebiet Aconcagua-Vorraum. Aconcagua (6.962 m, höchster Gipfel der Erde außerhalb Asiens) in Sichtweite; Malbec-Weinproben in Mendoza nach der Bergtour.
Argentiniens Camping-Saison
Argentinisch-patagonisches Camping hat Hauptsaison November bis März (Südhemisphären-Sommer). Nördliche Regionen (Iguazú, Jujuy) sind ganzjährig besuchbar; Regenzeit im subtropischen Norden ist Januar bis März. Peso-Kursschwankungen machen Planung von Ausgaben schwierig; US-Dollar oder Euro bei der Einreise einzutauschen ist oft günstiger als Kartenzahlung.